Doppelexpedition zum "niedrigsten" und "höchsten" 8000er

Shisha Pangma 8.027 m und Mt. Everest 8.848 m

06.04. bis 09.06.2013

 Nach der erfolgreichen Besteigung der beiden 8000er Dhaulagiri 1 (2009) und Cho Oyu (2010) und erfolgreichen Expeditionen zu verschiedenen 7000er und 6000er Bergen der Welt (Mt. Mc. Kinley auch Denali, Pik Lenin, Aconcaua 2 x, Ojos del Salado) möchte ich nun im Rahmen einer „Doppelexpedition“ den niedrigsten 8000er und den „höchsten“ 8000er besteigen.

Shisha Pangma

Mein Ziel ist die Begehung der klassischen Route der Erstbesteiger „by fair means“, ohne Hochträgerunterstützung oder Verwendung von künstlichem Sauerstoff. Wenn es die Verhältnisse zulassen, möchte ich eine vollständige Skibefahrung des Berges versuchen.

Shisha Pangma, 8027 m
Shisha Pangma, 8027 m, vom Lalung Leh Pass, 5050 m, gesehen. Foto: climbnice.com – A. Sippel

 Routenbeschreibung Shisha Pangma

Zum sogenannten Fahrerlager (Basecamp) auf 5.000 m werde ich mit dem Jeep anreisen. Danach wird das schwere Gepäck von Yaks zum vorgeschobenen Basislager (ABC) auf 5.650 m transportiert.

Dort beginnt die eigentliche Besteigung des 8000ers. Mein Plan sieht vor, über 3 Hochlager den Gipfel zu besteigen. HL 1 auf 6.350 m, HL 2 auf 6.950 m und das HL 3 auf 7.350 m. Die Besteigungstaktik kann natürlich durch verschiedene Faktoren (Wetter, Schneelage) beeinflusst werden.

Die Besteigung der Shisha Pangma sollte auch als Akklimatisation für die Besteigung des Mount Everest dienen.

Aufstiegsroute Shisha Pangma  Foto: climbnice.com - A. Sippel
Aufstiegsroute Shisha Pangma Foto: climbnice.com – A. Sippel

 

Mount Everest

Nach erfolgtem Besteigungsversuch der Shisha Pangma (hoffentlich erfolgreich), möchte ich ins Basislager des Mount Everest wechseln und diesen ebenfalls über den Normalweg – auf der Nordroute – besteigen.

Der Wechsel vom Basislager der Shisha Pangma zum Basislager des Mount Everest wird mit Jeep erfolgen und dauert 1 bis 2 Tage.

Mount Everest von Norden - Foto: climbnice.com - A. Sippeln
Mount Everest von Norden – Foto: climbnice.com – A. Sippeln

 Auch hier werde ich ab Basislager bzw. vorgeschobenem Basislager alleine unterwegs sein. Dies bedeutet, keine Trägerunterstützung und auch keine Verwendung von künstlichem Sauerstoff. Um eine bessere Chance zu haben, werde ich die Besteigung ohne Partner durchführen.

 

Staugefahr beim Aufstieg Mount Everst - Foto: climbnice.com - A. Sippeln
Staugefahr beim Aufstieg Mount Everst – Foto: climbnice.com – A. Sippeln

Wenn man die Besteigung auch alleine plant, bedeutet das noch lange nicht, dass man auch alleine unterwegs ist…. Eine der Steilstufen am Weg zum Gipfel.

Die Nordroute von der chinesischen Seite:

Sie beginnt im Rongpu Tal mit einem Basislager in etwa 5.000 Meter Höhe und führt in einem Zweitagestrek mit Yak-Transport in das Tal des östlichen Rongpu-Gletschers, wo sich am Fuß der Nordsattel-Wand das vorgeschobene Basislager ca. 6.400 m (ABC, advanced base camp) befindet. Dann geht die Tour den Steilhang hinauf auf den Nordsattel (North Col) mit etwa 7000 Meter Höhe, von wo aus die ausgesetzten Gipfelgrate (Nordgrat und Nordostgrat) den weiteren Aufstieg über geringer geneigte Grate (im Vergleich zur steileren Südroute) ermöglichen. Ernsthaftes kräftezehrendes und klettertechnisches Hindernis ist hinter dem letzten Lager auf dem oberen Grat die mittlere der drei Felsstufen (Second Step) auf etwa 8610 Meter. Der Second Step weist eine Kletterhöhe von etwa vierzig Metern auf, die letzten fünf Meter sind fast

senkrecht. Hier wurde von einer chinesischen Expedition im Jahr 1975 eine Leiter befestigt. Von dort führt die zumeist auf dem Grat verlaufende Route noch recht weit und auch über das bis zu 50 Grad steile Gipfelschneefeld.

Geplante Hochlager:

Basislager 5.050 m – Vorgeschobenes Basislager (ABC) 6.400 m – HL 1 auf 7.000 m, HL 2 auf 7.800 m und HL 3 auf 8.300 m.