Doppelexpedition Broad Peak (8.051 m) und K2 (8611 m)

K2 (8611 m) links im Bild und Broad Peak (8.051 m)

von 06.06.2017 bis 08.08.2017 (62 Tage)

Zum Startschuss der ersten österreichischen K2 Expedition hat „Bergwelten“ ein Interview mit dem Expeditionsveranstalter Lukas Furtenbach geführt. Hier der Link zum Interview: https://www.bergwelten.com/a/furtenbach-adventures-expedition-am-k2

 

LAGE

Der Broad Peak und der K 2 sind 2 der fünf Achttausender, welche in Pakistan an der Grenze zu China, genauer im Gilgit-Baltistan Gebiet im Karakorum stehen. In unmittelbarer Nähe befinden sich auch der Gasherbrum 1 (Hidden Peak) und der Gasherbrum 2. Etwas weiter entfernt ragt der Nanga Parbat in die Höhe. Zu Füßen unseres Basislagers liegt der berühmteste Gletscherzusammenfluss des Himalaya – der Concordiaplatz. Hier treffen die Gletscher Upper Baltoro – Godwin Austen und Vigne aufeinander und bilden zusammen den Baltoro Gletscher. Beim Anmarsch ins Basislager passieren wir auch die berühmten Trango Türme, den Masherbrum sowie den Muztagh Tower. Nicht umsonst wird diese Region des Karakorums als die weltweit imposanteste Bergregion bezeichnet.

 

Reiseablauf:

Flug von München über Istanbul nach Islamabad, Hauptstadt Pakistans. Nach der Erledigung letzter Behördengänge reisen wir weiter nach Skardu (Flug – bei Schlechtwetter 2tägige Busfahrt). Von Skardu mit dem Bus weiter ins Indusdal und über den legendären Karakorum Highway nach Askole.

6.-12. Tag

Trekking durch ein spektakuläres Gebirgstal, über den Baltoro Gletscher zum Konkordiaplatz. Am 12. Tag erreichen wir dann das Basislager des Broad Peak auf dem Godwin Austen Gletscher auf ca. 4.900 m Höhe.

13. – 33. Tag

Gut 3 Wochen haben wir nun Zeit, den Gipfel des Broad Peak zu besteigen. Es werden 3 Hochlager errichtet. Der Berg wird mit ca. 4.000 m Fixseil versichert. Das letzte Hochlager befindet sich auf 7.100 m, von dort aus wird der Gipfel in Angriff genommen. Wenn die Besteigung gut geklappt hat, wird sich am 34. Tag die Gruppe teilen. Für 5 Teilnehmer steht der Rückweg nach Islamabad am Programm, ich werde mit 4 TN weiter zum Basislager des K 2 ziehen. Das Basislager des K 2 ist lediglich eine Halbtageswanderung vom Basislager des Broad Peak entfernt.

34.- 55.Tag

Die nächsten 20 Tage sind für diesen gewaltigen Berg reserviert. Über 4 Hochlager wollen wir den Gipfel erreichen. Die Schlüsselstelle des Bergs befindet sich oberhalb des letzten Lagers. Der sogenannte „Bottleneck“ oder Flaschenhals ist die gefährlichste Passage. Ein gewaltiger Hängeserac baut sich oberhalb der Aufstiegsroute auf. Wenn alles nach Plan läuft, werden wir am 56. Tag die Heimreise aus dem Basislager des K 2 beginnen. So wie die erste Gruppe, werden auch wir über den Gondogoro Pass nach Skardu zurückwandern. Am 61. Tag kommen wir hoffentlich alle gesund in Islamabad an und fliegen anschließend zurück nach München.

Eine genauere Beschreibung unseres Reiseplans kann man auf der Homepage des Reiseanbieters www.furtenbachadventures.com nachlesen.

Weitere interessante Berichte und Beschreibungen findet ihr auf Wikipedia sowie www.himalaya-info.org

Broad Peak

Broad Peak (Das Breithorn Pakistans) 8.051 m, wurde am 09.06.1957 von einer österreichischen Expedition (Herman Buhl, Kurt Diemberger, Fritz Wintersteller und Marcus Schmuck) erstbestiegen.

Der Aufstieg ist über die Normalroute – über den Westsporn in das Broad Col und weiter über den Nordgrat zum Zentralgipfel von dort dann auf den Hauptgipfel – geplant.

 

Geplanter Aufstiegsverlauf ins Broad Col. Danach geht’s nach rechts auf den Nordgrat zum Gipfel

 

Gipfelgrat Broad Peak

 

Abendstimmung im Broad Peak Basislager 4.900 m

 

Tiefblick zum Baltoro Gletscher und zum Godwin Austen Gletscher – im Hintergrund die Chogolisa

 

K 2

Der K 2 oder auch Chogori– mit 8.611 m der zweithöchster Berg der Welt. Nach hoffentlich erfolgreicher Besteigung des Broad Peak wird ein Teil der Gruppe über den Gondogoro Pass zurück nach Skardu trekken. Ich werde mit den verbleibenden 4 Teilnehmern ins Basislager des K2 wechseln.

Der K 2 oder auch Chogori– mit 8.611 m der zweithöchster Berg der Welt

Die Erstbesteigung des K 2 gelang im Jahr 1954 den Italienern Achille Compagnoni und Lino Lacedelli über den Abruzzen-Grat (Südost Grat). Dies ist auch der „Normalweg“ auf den Gipfel des K 2. Der Aufstieg gilt als der schwierigste „Normalweg“ auf einen 8000er.

 

Die Besteigung des K2 ist über den Abruzzisporn geplant (rechts im Bild). Dies war auch der Weg der Erstbesteiger.

Doppelexpedition Kyajo Ri 6168m und Ama Dablam 6856m

Die nächste Expedition steht ins Haus. Am 26. Oktober werde ich mit 9 Teilnehmern nach Nepal reisen.

Geplant ist die Besteigung des 6168m hohen Kyajo Ri und der 6856m hohen Ama Dablam, einer der schönsten Berge der Welt!

Ama Dablam, die Mutter die Schatzkästchen, 6856m
Ama Dablam, die „Mutter des Schatzkästchen“, 6856m

Die Anreise erfolgt über Kathmandu mit anschließendem Sichtflug nach Lukla. Von dort beginnt ein 5-tägiges Trekking, das uns bis ins Basislage des Kyajo Ri auf 4550m führt. Zu diesem Zeitpunkt befinden wir uns bereits im Mount Everest Nationalpark.

Mit den geplanten 2 Hochlagern auf 5350 und 5700m werden wir uns auf diesem einsamen 6000er ideal akklimatisieren können. Vom Hochlager 2 geht es dann über 12 Seillängen im kombinierten Fels- und Eisgelände bis zu Gipfel dieser markanten Granitpyramide.

Berg, Fels, Eis - Kyajo Ri, 2168m
Berg, Fels, Eis – Kyajo Ri, 6168m

Zurück im Hochlager 2 werden wir anschließend nicht wieder ins Basislager, sondern Richtung Osten über einen Pass direkt hinunter nach Dole absteigen. An den folgenden 2 Tagen marschieren wir über Pangpoche (3980m) bis ins Basislager am Fuße der Ama Dablam.

Die Ama Dablam, übersetzt „Mutter des Schatzkästchens“, wird auch das Matterhorn Nepals genannt. Jetzt haben wir 7 Tage Zeit für den Gipfelsturm. Es erwartet uns ein wirklich außergewöhnliches Klettererlebnis und das direkt südlich vom „Dach der Welt“. Vom Gipfel genießt man eine sagenhafte Aussicht auf Mount Everest, Lhotse und Nuptse und einen fantastischen Blick ins Khumbu. Doch zuvor sind harter Granit, bis zu 70° steiler Riffelfirn und der sehr ausgesetzter Südwestgrat zu überwinden.

 

Aufbruch Richtung Alpamayo Basecamp

Servus aus Südamerika,

bei uns läuft alles nach Plan. Wir brechen morgen Richtung Alpamayo Basecamp auf. Die Verhältnisse sind angeblich sehr gut. Wir fühlen uns alle bestens und freuen uns schon, den angeblich schönsten Berg der Welt in Natura zu sehen. lg Rupert

Doppelexpedition zum "niedrigsten" und "höchsten" 8000er

Shisha Pangma 8.027 m und Mt. Everest 8.848 m

06.04. bis 09.06.2013

 Nach der erfolgreichen Besteigung der beiden 8000er Dhaulagiri 1 (2009) und Cho Oyu (2010) und erfolgreichen Expeditionen zu verschiedenen 7000er und 6000er Bergen der Welt (Mt. Mc. Kinley auch Denali, Pik Lenin, Aconcaua 2 x, Ojos del Salado) möchte ich nun im Rahmen einer „Doppelexpedition“ den niedrigsten 8000er und den „höchsten“ 8000er besteigen.

Shisha Pangma

Mein Ziel ist die Begehung der klassischen Route der Erstbesteiger „by fair means“, ohne Hochträgerunterstützung oder Verwendung von künstlichem Sauerstoff. Wenn es die Verhältnisse zulassen, möchte ich eine vollständige Skibefahrung des Berges versuchen.

Shisha Pangma, 8027 m
Shisha Pangma, 8027 m, vom Lalung Leh Pass, 5050 m, gesehen. Foto: climbnice.com – A. Sippel

 Routenbeschreibung Shisha Pangma

Zum sogenannten Fahrerlager (Basecamp) auf 5.000 m werde ich mit dem Jeep anreisen. Danach wird das schwere Gepäck von Yaks zum vorgeschobenen Basislager (ABC) auf 5.650 m transportiert.

Dort beginnt die eigentliche Besteigung des 8000ers. Mein Plan sieht vor, über 3 Hochlager den Gipfel zu besteigen. HL 1 auf 6.350 m, HL 2 auf 6.950 m und das HL 3 auf 7.350 m. Die Besteigungstaktik kann natürlich durch verschiedene Faktoren (Wetter, Schneelage) beeinflusst werden.

Die Besteigung der Shisha Pangma sollte auch als Akklimatisation für die Besteigung des Mount Everest dienen.

Aufstiegsroute Shisha Pangma  Foto: climbnice.com - A. Sippel
Aufstiegsroute Shisha Pangma Foto: climbnice.com – A. Sippel

 

Mount Everest

Nach erfolgtem Besteigungsversuch der Shisha Pangma (hoffentlich erfolgreich), möchte ich ins Basislager des Mount Everest wechseln und diesen ebenfalls über den Normalweg – auf der Nordroute – besteigen.

Der Wechsel vom Basislager der Shisha Pangma zum Basislager des Mount Everest wird mit Jeep erfolgen und dauert 1 bis 2 Tage.

Mount Everest von Norden - Foto: climbnice.com - A. Sippeln
Mount Everest von Norden – Foto: climbnice.com – A. Sippeln

 Auch hier werde ich ab Basislager bzw. vorgeschobenem Basislager alleine unterwegs sein. Dies bedeutet, keine Trägerunterstützung und auch keine Verwendung von künstlichem Sauerstoff. Um eine bessere Chance zu haben, werde ich die Besteigung ohne Partner durchführen.

 

Staugefahr beim Aufstieg Mount Everst - Foto: climbnice.com - A. Sippeln
Staugefahr beim Aufstieg Mount Everst – Foto: climbnice.com – A. Sippeln

Wenn man die Besteigung auch alleine plant, bedeutet das noch lange nicht, dass man auch alleine unterwegs ist…. Eine der Steilstufen am Weg zum Gipfel.

Die Nordroute von der chinesischen Seite:

Sie beginnt im Rongpu Tal mit einem Basislager in etwa 5.000 Meter Höhe und führt in einem Zweitagestrek mit Yak-Transport in das Tal des östlichen Rongpu-Gletschers, wo sich am Fuß der Nordsattel-Wand das vorgeschobene Basislager ca. 6.400 m (ABC, advanced base camp) befindet. Dann geht die Tour den Steilhang hinauf auf den Nordsattel (North Col) mit etwa 7000 Meter Höhe, von wo aus die ausgesetzten Gipfelgrate (Nordgrat und Nordostgrat) den weiteren Aufstieg über geringer geneigte Grate (im Vergleich zur steileren Südroute) ermöglichen. Ernsthaftes kräftezehrendes und klettertechnisches Hindernis ist hinter dem letzten Lager auf dem oberen Grat die mittlere der drei Felsstufen (Second Step) auf etwa 8610 Meter. Der Second Step weist eine Kletterhöhe von etwa vierzig Metern auf, die letzten fünf Meter sind fast

senkrecht. Hier wurde von einer chinesischen Expedition im Jahr 1975 eine Leiter befestigt. Von dort führt die zumeist auf dem Grat verlaufende Route noch recht weit und auch über das bis zu 50 Grad steile Gipfelschneefeld.

Geplante Hochlager:

Basislager 5.050 m – Vorgeschobenes Basislager (ABC) 6.400 m – HL 1 auf 7.000 m, HL 2 auf 7.800 m und HL 3 auf 8.300 m.